Life is hard!

Das habe ich am vorletzten Samstag (ja entschuldigt die Verspätung, busy und so ;) ) mal wieder erfahren müssen als nach weniger als drei Stunden „Schlaf“ der Wecker morgens um fünf klingelte. FÜNF an einem Samstag! Das bringt einen Studenten vollkommen aus dem Rhythmus. Nach dem üblichen morgendlichen Prozedere saß ich dann auch schon in einem Toyota Kleinbus in der Holzklasse. Leute, die den berüchtigten Schulbulli noch kennen, wissen vielleicht was ich meine. Vor mir lag eine knapp zweistündige Fahrt in den Pilanesberg National Park. Mit an Board waren Kathleen, Mr und Mrs Wilson (na wer hat den Film Dennis gesehen? :D ) und Andre unser Guide für den Tag. Auf der Fahrt war natürlich erstmal ratzen angesagt, damit man für den Rest des Tages wenigstens einigermaßen fit ist. An dieser Stelle sei schonmal gesagt, dass der Plan leider nicht so ganz aufging. Wir verbrachten den Tag damit durch die Gefilde des Nationalparks zu fahren und die Landschaft zu genießen. Hier und da gab es dann auch mal ein paar Tierchen zu sehen. Bevor ich wieder als Greenpeace Aktivist abgestempelt werde, belasse ich es an dieser Stelle einfach mal dabei und lasse Bilder sprechen. ;D Andre kannte sich gut im Park aus und konnte uns vieles erzählen. Das haben die meisten sogar aufgenommen solange sie nicht kurz aber doch in regelmäßigen Abständen weggerazt sind.
Beim Essen waren dann aber wieder alle wach und bei vollem Bewusstsein, denn es gab Buffet oder für die knausrigen Studenten unter uns: alles was geht und das umsüss, da bereits im Tourpreis inbegriffen! Ein kluger Schachzug von Andre, denn nun waren alle so gesättigt, dass sie auf der Tour durch den Park am Nachmittag wieder in regelmäßigen Abständen eingepennt sind.
Um drei Uhr am Nachmittag war der Spaß dann auch schon vorbei und wir sind wieder Richtung Johannesburg gefahren. Dort wartete dann auch schon unser Flug nach Kapstadt am Sonntag.

5Städte in 3Tagen, Road-Trip-UK

Road Trip UK – Manchester, Liverpool, Eastbourne, Brighton, Notting Hill

Da glücklicherweise gestern ein nationaler Feiertag war (Summer Bank Holiday) und wir hier eine schöne Summe Kulturgeld bekommen, herzlichen dank an dieser Stelle unserem Arbeitgeber der DTAG, war es uns möglich am Wochenende ein Auto zu mieten und einmal komplett England senkrecht abzufahren. Die Bahn hätte übertriebene Preise für die Strecken genommen, deshalb haben wir uns kurzer Hand zu fünft zusammengetan und hatten ein sehr sehr geiles Wochenende.

1. Halt: Manchester
In Manchester anzukommen nach 3-4 Stunden Fahrt, war nicht sehr schwer. Zwar haben die unendlich lang erscheinenden Staus genervt und das Wetter hat mal wieder verrückt gespielt, aber man ist angekommen und die Sonne schien. Viel schwerer war es jedoch, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Letzendlich haben wir uns für die Parkhaus Variante entschieden für stolze 9,70£ für vier Stunden. Die haben wir dann auch ausgenutzt. Durch die Sehenswürdigkeiten dann noch kurz das Vodafone Event mit Jenson Button an der TownHall infiltriert und dann weiter. Nächster Halt Manchester United F.C. Old Trafford!
2. Halt: Liverpool
Am Abend kamen wir dann in Liverpool an, was nur ca. eine halbe Stunde von Manchester entfernt liegt. Diesmal gab es sogar einen Parkplatz für unschlagbare 2,5£ für die ganze Nacht, weil wir erst so spät ankamen. Nun gut dort durch die City zu den Docks gezogen und den restlichen Abend/Nacht bei Piazza verbracht.
3. Halt: Eastbourne&Beachy Head
Nach ganzen 5 Stunden Schlaf dann direkt am nächsten Tag zur Südküste nach Eastbourne, die Stadt wo die Londoner zum Sterben hinverziehen. Dort am Pier ne paar Chips&Fish gegessen und dann nach Beachy Head zu den Kreidefelsen und 170m in den Abgrund!
4. Halt: Brighton
Die Küste entlang und am frühen Abend dann in Brighton angekommen.
5. Halt: Notting Hill Carnival
In der Nacht erst wiedergekommen und dann am Montagmorgen schon wieder früh raus zum Straßenkarneval in Notting Hill mit ca. 1Mio. anderen Schaulustigen. Die Strassen und U-Bahnen total überfüllt und der groesste Polizeiaufmarsch seit Beginn des Karnevals, da vermutet wurde, dass die Riots wieder ausbrechen könnten. Ist aber alles ganz friedliche verlaufen bis auf das übertriebene Gedränge bei den ganzen Leuten!

This and that!

Hallo zusammen,
ja ich weiß, ich habe lange nichts mehr geschrieben aber ich hatte einfach wenig Zeit ;-)

Nächstes Wochenende fahren wir in die Rocky Mountains und danach wird ein ausführlicher Bericht folgen, dafür gibt es diesmal nur ein paar kurze Fakten und ein paar Bilder.

Robert hat ja bereits über das vorletzte Wochenende berichtet, also was ging dieses Wochenende ab? Wir waren am Samstag im South Edmonton Common, ein wirklich riesiges Einkaufsgebiet, in dem es nur so von Outlet Stores wimmelt. Ein richtiges Paradies für Schnäppchenjäger :-) Ich konnte einige gute Schnäppchen machen und bin nun stolzer Besitzer einer Reebook Badeshort für umgerechnet 8 EUR :-)

Am Samstagabend sind wir dann auf die Whyte Avenue, die wohl bekannteste Strasse hier in Edmonton mit den meisten Pubs, Clubs und Restaurants. Dort haben wir dann einige alkohoilische Getränke zu uns genommen und ein wenig gefeiert.

Am Sonntag ging es dann mit unseren Gastfamilien an den Gleniffer Lake um dort ein wenig abzuhängen und die Sonne zu genießen. Das Wetter war perfekt mit 28°C und schönem Sonnenschein. Die Fahrt zum See dauerte ca. 2,5h, was aber für kanadische Verhältnisse nicht weit weg ist :-D

Hier mal ein paar Bilder der letzten Tage/Wochen:

Terroranschlag in Tel Aviv – Bye Israel?

Heute ist der 9. Tag in Tel Aviv und es wird mal wieder Zeit für ein Update.

Nach den (teils heftigen) Raketenanschlägen in unserem Einsatzort Beer Sheva, wurden wir am 20.08. nach Tel Aviv in ein Apartment gebracht.

Ziel dieser nächtlichen Aktion war es, uns erst einmal aus dem Schußfeld der Raketen zu bekommen und abzuwarten, wie sich die Lage in den kommenden Tagen entwickelt.

Die Entwicklung im Schnelldurchlauf:

Es gab (mit einigen Pausen) immer wieder Raketenanschläge aus dem Gaza-Streifen in Süd-Israel. Die meisten davon trafen (so wie üblich) nur unbewohnte Wüstenregionen oder wurden von Iron Dome abgefangen. Die israelische Luftwaffe flog immer wieder Luftangriffe auf den Gaza-Streifen.
Dazu gab es mindestens zwei Mal Waffenstilstand, der innerhalb von Stunden gebrochen wurde.
Der Grund liegt auf der Hand: Es gibt im Gaza-Streifen diverse Splitergruppen, die sich der Waffenruhe einer anderen “Partei” dann einfach nicht anschließen.

Nachdem am Samstag “die Lage sich nicht grundlegend zum Guten geändert hatte”, wurde von deutscher Seite aus entschieden, dass eine Rückreise nach Beer Sheva vorerst nicht möglich sei. Man wolle das Wochenende abwarten und am Montag entscheiden.

Heute ist Montag und letzte Nacht ist ein Terroranschlag in Tel Aviv verübt worden:
Ein Mann klaute ein Taxi und ist damit in einen Polizei-Checkpoint gefahren.
Anschließend stieg er aus und stach mit einem Messer auf Polizisten und Zivilisten ein, während er “Allahu akbar” (“Gott ist groß”) schrie.
Bei der Attacke wurden insgesamt acht Menschen verletzt.
Sein eigentliches Ziel war der Nachtclub Haoman 17, den er aufgrund der Polizeisperre nicht erreichen konnte.
Link: Kompletter Bericht auf ynetnews (englisch)

Nun sind wir hier ziemlich gespannt, was unser Lagezentrum in Deutschland dazu sagen wird.
Ich würde gerne wieder zurück nach Beer Sheva und halte die Lage dort für nicht sehr brisant. Die Raketen werden ohne Plan und Ziel abgefeuert und Tausende Israelis leben da seit Jahrzehnten. Das Büro unserer Firma läuft ganz normal weiter und auch wenn ich die Einwände verstehen kann, halte ich es für vertretbar uns zurück zu lassen.

Naja – Mal schauen, ob ich noch diese Woche in einem Flieger Richtung Deutschland sitze. Man sieht sich ja dann… ;)

Update: Das Konzernlagezentrum hat entschieden, dass eine Rückkehr nach Beer Sheva möglich ist. Somit geht es morgen via Taxi zurück in die T-Labs. :)

Anbei noch ein paar Fotos. Die meisten aus Tel Aviv-Jaffa vom Markt:

A gingerbread house, less gingerbread and more meat.

Dear Diarrhea, das Wochenende ist mal wieder vorbei und diesmal stand Edmonton auf dem Plan. Keine schöne Stadt, aber man muss ja auch mal die Hauptstadt der Provinz gesehen haben in der man wohnt. Und es waren ja auch ein paar Atzen von den magenta Panthern am Start. Also ging es dann auch gleich mal zu einem Canadian Football Spiel am Freitag, wo die Edmonton Eskimos kläglich gegen die BC Lions verloren haben. Das war eine derbe Packung für die Eskimo-Fans, die sich schon zum Ende des dritten Viertels aus dem Staub gemacht haben.

Der Samstag hat dann etwas gemächlicher begonnen und wir sind dann erst gegen 15 Uhr zum Klettern gefahren und am Abend dann in einem Club in Downtown vorbeigeschaut. Als ich heute auf der Arbeit erzählt habe, dass sich der Club in Downtown befindet, habe ich nur Kopfschütteln kassiert. Dementsprechend war das Klientel auch und mir wurde direkt gesagt ich hätte besser in die Whyte Ave gehen sollen, aber naja, geschehen ist geschehen. Fremdschämen ist auf eine gewisse Art und Weise auch mal was ganz feines ;)

Sonntag stand dann die West Edmonton Mall auf dem Programm und wie der Name schon sagt ist es nur ein großes Einkaufszentrum und Manuel hat ja schonmal darüber berichtet. Dort bin ich dann alleine ein bissl rumgelaufen, um dann gegen 14:20 Uhr (kanadische Zeit für 2pm) meine Mitfahrgelegenheit zurück nach Calgary zu treffen. Der Rückweg wurde dann in einem amerikanischem Vehikel der Marke Fu… äh Ford, mit defekter Klimaanlage bei 29°C Außentemperatur, bestritten. Da amerikanische Autos bei 130 km/h auch gerne mal in die Luft gehen, wie der Ford Exploder, gibt es auf kanadischen Straßen ein Limit von 110 km/h. Da war ich auch froh, als ich dann mal wieder die Rockies am Horizont gesehen habe und das Ortseingangsschild von Calgary hinter mir lag…

Eilnews: Dachterasse gefunden!

Eh Eh Eh :P

Heute vom Strand wieder gekommen und ich sehe von der Straße aus (nach 2 Tagen!!!), dass über unserem 4. Stock ein Schirm steht (also muss man ja irgendwie dort hoch kommen).

Also die Treppe hoch gesprintet und was sehen wa da?

Wir haben hier die übelste Dachterasse!!!

Nice one! :D

Raketen in Beer Sheva – Flucht nach Tel Aviv

Hm… Ein ereignisreiches Wochenende.

Im Gegensatz zu den Terroranschlägen in Eilat am Donnerstag, wird der Rest, der sich hier momentan abspielt, nicht so groß in der deutschen Presse aufgearbeitet. Seit gestern sind wir in Tel Aviv, doch starten wir von vorne…

Der ein oder andere wird evtl. den Artikel über die Hausparty gelesen haben.
Das war am Montag und der erste Raketenalarm in Beer Sheva seit meiner Ankunft vor 5 Wochen. Die Lage an den Tagen danach war ziemlich entspannt, da bei privaten Gesprächen immer folgendes Vorgehen von Iron Dome erklärt wurde:

Wenn eine Rakete vom Gaza Streifen abgeschossen wird, erkennt Iron Dome das und berechnet die Flugbahn. Falls die Rakete Beer Sheva treffen würde, wird diese abgefangen. Ansonsten lassen sie sie einfach in der Wüste explodieren, da eine Abwehraktion viel Geld kostet.

Man muss sich das mal vorstellen: Es gibt seit Jahrzenten lenkbare Raketen und sogar Interkontinentalraketen (die die um den halben Globus jagen und auf einem 5×5 Meter großen Bereich einschlagen lassen können). Und im Gaza Streifen? Da bauen die sich selbst Rampen mit Eselskarren und versuchen mit Augenmaß eine Stadt zu treffen.

Israel dagegen ist eins der Best-gerüsteten Länder dieser Erde… Aber ich schweife ab.

Die folgenden Tage waren dann ziemlich ruhig, bis Donnerstag die Terroranschläge in Eilat waren. Wir wurden daraufhin angewiesen, keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr zu nutzen (was uns quasi in Beer Sheva ankettete).

Das Timing war denkbar schlecht… Es war der letzte Arbeitstag, bevor die Labs in die einwöchige Sommerpause gingen. In dieser Zeit hatten wir geplant, in Ägypten (Dahab) am roten Meer zu Tauchen. Natürlich gestrichen…

Der Donnerstag wurde dann mit Stornierungsanfragen beendet und es blieb ruhig.
Am nächsten Morgen sagte mir Tim, dass um 5 Uhr Raketenalarm war.
Der Fakt, dass ich ihn einfach verschlafen hatte und nicht im Bunker war, fühlte sich nicht besonders gut an.
Dazu kam dann noch ein anderes Übel: Magen-, Glieder- und Kopfschmerzen …
Richtig -> Magen-Darm-Infekt! Reicht ja noch nicht, dass hier die Welt unter geht.
Neben Bettruhe stand dann nur noch ein nervenaufreibender Arztbesuch auf dem Plan.
Dort konnte keine Arzthelferin auch nur ansatzweise Englisch.
Details erspare ich euch hier…

In der Nacht auf Samstag verschlief ich wieder den Raketenalarm und fand das immer noch nicht so prickelnd. Als nun im Apartment (nach dem warmen Wasser) auch noch das Internet ausgefallen war, machte ich mich in Richtung Universität auf um dort das WLAN zu nutzen.

Dort angekommen, ertönten nach einer Stunde lautstark die Sirenen. Ich verkroch mich, wartete die Detonation ab und ging zurück um zu skypen. Fast wie in Routine.

Es dauerte nicht lange, bis der Ton der Sirenen wieder über den Campus hallte. Ich verkroch mich wieder und dieses Mal war es nicht eine Detonation, sondern viele. Sechs oder so.

Nach wenigen Minuten rief mich unsere israelische Betreuerin an und sagte, dass Raketen in der Stadt eingeschlagen wären und wir Sachen für eine Woche einpacken sollen. Ein Taxi bringt uns in 30 Minuten nach Tel Aviv in ein Apartment.

Und genau dort sind wir nun seit knapp 24 Stunden. In einem schönen Apartment, aus dem man (von einem der beiden Balkons aus) das Meer sehen kann.
Es liegt außerhalb der Reichweite von GRAD-Raketen und gilt deshalb als sicher.
Bis sich die Lage geklärt hat und/oder entschieden wird uns zurück nach Deutschland zu holen bleiben wir wohl erst einmal hier.

Begrüße ich (nach dem heutigen Strandtag) sehr.

Und bevor Kommentare kommen wie “Wie kann eine Firma euch dort hin schicken” möchte ich eins sagen:
Keiner konnte ahnen, dass die Lage nach langer Zeit so schnell eskaliert.
Wir wurden schnell dort weg geholt als es brenzlich wurde und da möchte ich ein paar Leuten meinen Dank aussprechen. Da die Raketenanschläge laut ynetnews auf Beer Sheva weiter gehen, bin ich nun froh hier zu sein…

Alles Gute aus Israel.

Taxi, Taxi – Das Chaos auf SAs Straßen

Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an die Erzählungen über die sogenannten Taxis hier in SA. Da ich ja nun seit mehr als zwei Wochen hier bin, möchte ich einfach mal meine Erfahrungen mit dem inoffiziellen aber mit Abstand größten Transportsystem in SA beschreiben.

Wenn man in Joburg nach einem Taxi fragt, dann wird man in den wenigsten Fällen an ein Gefährt geraten, das unseren Standards entspricht. Vielmehr wird man mit einem rollenden Etwas konfrontiert, einem Minibus. Diese Minibusse sind größtenteils weiß, manchmal sieht man jedoch auch rote Taxis.
So hart es auch klingen mag, aber Minibusse sind das Fortbewegungsmittel Nr. 1 der schwarzen Bevölkerung. Ich habe schon mit vielen Leuten darüber gesprochen und jeder hat mir versichert, dass er/sie noch nie in ihrem gesamten Leben einen Weißen oder Farbigen in einem Taxi gesehen hat. Die Apartheid mag zwar offiziell für beendet erklärt worden sein, sie scheint aber immer noch in den Köpfen der Menschen zu stecken. Das sieht man nicht nur an diesem Beispiel, sondern in sehr vielen Situationen. LEIDER!
Für mich persönlich sind die Minibusse der pure Ausdruck von Armut. Warum?
1. Jeder Autofahrer beklagt sich über die Fahrweise der Minibus-Fahrer. Aber wer will es ihnen übel nehmen. Für diese Menschen ist es eine der wenigen, vielleicht sogar die einzige Möglichkeit, um sich, ihre Familie und höchstwahrscheinlich auch noch ihre Eltern gerade so über Wasser zu halten. Und da zählt es eben, möglichst viele Leute durch die Gegend zu kutschieren. Koste es was es wolle.
2. Die Busse befinden sich oft in einem miserablen Zustand – sowohl äußerlich als auch technisch.

So genug zur Vorgeschichte. Wie funktioniert das mit den Taxis, werden ihr euch wohl fragen. Das Ganze funktioniert ungefähr so:

  1. An den Straßenrand stellen (oft gibt es markante Punkte, an denen schon welche stehen)
  2. Warten
  3. Warten
  4. Warten
  5. Hoffen, dass das Mopped überhaupt kommt
  6. Sich freuen, wenn eins kommt und Handzeichen geben (Siehe Zeitungsartikel ;) )
  7. Einsteigen
  8. Bezahlen (eine Fahrt kostet R7=0,70EUR)
  9. Beten, dass man heil ankommt
  10. Aussteigen und sich von der Fahrt erholen

Der folgende Zeitungsartikel hat so einige Wissenslücken bei mir gestopft. Ich denke, dass der das auch bei euch tun wird. Also werft einfach mal einen Blick rein. Es lohnt sich meiner Ansicht nach. ;)

Neben den normalen Punkten in der Stadt, wo man zusteigen kann, gibt es auch so genannte “Taxi Ranks”. Ich würde es einfach mal als eine Art Bahnhof für Taxis ansehen. Bisher war ich bei einem am Nelson Mandela Square und bei einem in Midrand, wobei ich den am Nelson Mandela Square nur von weitem gesehen habe. Man kann sich kaum vorstellen was da los ist. Es tummeln sich dort massenhaft Minibusse und Menschen. Ein sehr hektischer und chaotischer Ort. Für mich war es schwer zu erkennen, welches Taxi wohin fährt. Ich denke, das kann man wohl nur über Erfahrungen handhaben.


Innerhalb des Taxis herrscht eine klare Rollenverteilung. Die Leute, die vorne sitzen, steuern den Dampfer (naja zumindest einer davon) und sammeln das Geld ein. Der Rest sind Fahrgäste und davon können gut und gerne mal sieben Stück oder mehr in diesem Bus sitzen. Neben Fahrgästen wird auch gerne mal allerhand Zeugs mitransportiert. Aber darauf sind die Fahrer vorbereitet. Da wird schnell der nächste Kuddel hinter den Laden gespannt und bis zum Erbrechen vollgeladen. Was ich da bisher schon auf dem Freeway gesehen habe, ist jenseits von Gut und Böse.

Es ist ebenfalls sehr interessant zu sehen, wie sich die Taxifahrer untereinander verständigen, denn Funk oder etwas in der Richtung gibt es nicht. Somit heisst es Verständigung per Zeichensprache oder Whistle. :D

London Day/Night, Windsor, Milton Keynes, Birmingham done….

Quote

Zwei weitere Wochen sind nun um, ingesamt schon vier. Die Zeit vergeht wie im Flug. Muss wohl daran liegen, dass man einfach von morgens bis abends beschäftigt ist. Der Arbeitstag beginnt meistens um halb 9, dann ist Mittagspause, Kickerpause und dann ist Feierabend. Die realen acht Stunden kommen einem vor wie die Hälfte.Hauptsächlich lebt man jedoch für das Wochenende. Letztes ging mit einer großen Londontour los, einige Bilder befinden sich in der Bildergalerie. Wir haben einiges abgeklappert, vom Buckingham Palace über Churchill War Room zum Big Ben, rüber zum London Eye, am IMAX BFI vorbei, kurzer Stopp in SOHO/China Town beim M&M’s Store, rübergeflitzt zum piccadilly circus und weiter zum covent garden. Dort leider keine escalators vorhanden, also kurzer Hand die Treppe mit sagenhaften 193Stufen genommen, oben angekommen völlig ausser Puste ne kleine Zaubershow reingezogen und durch die Market Hall gewandert. Danach haben die andern Jungs schlapp gemacht und ich bin mit den Mädels noch ein wenig weiter gezogen. Unglaublich viele Stockwerke erwarten einen bei einem der berühmtesten, größten und exklusivsten Warenhäusern der Welt, Harrods. Danach total fertig erst mal im Hyde Park abgehangen, bis es natürlich mal wieder angefangen hat zu regnen. Also sind wir kurzer Hand wieder zurück nach SOHO und dort innem Pub versackt und haben den Abend mal wieder fürstlich mit einigen Ale’s, Lagern und Guinness Bieren beendet.

Am nächsten Tag pünktlich um 8 Uhr aufgestanden. Den Hangover mit ner wohltuenden, jedoch leicht schwankend und nicht ganz so profimäßig joggenden Runde durch den Park von St Albans, bekämpft und dann um 11Uhr in den Zug Richtung London (Paddington) gesetzt. Auf dem Programm stand Windsor Castle, die Sommerresidenz der Königin.

Windsor Castle, auf deutsch auch Schloss Windsor, ist das größte private und älteste durchgängig bewohnte Schloss der Welt.

Dort dann am letztens Sonntag nach Rangen und Bangen doch das Ticket ins Innere der Burg genommen für einen stolzen Preis von 15Pfund und einer Queue von ca. 45min. Wartezeit. Hauptgrund: Man konnte dort einfach nichts anderes machen. Windsor besteht aus dem Castle und sonst noch ein paar alibi-mäßig angesiedelten Geschäften, die auch ein kleines Stück vom Tourismus Boom Englands abhaben möchten.
Im Endeffekt muss man aber deutschlich sagen, dass der Preis durchaus gerechtfertigt war und der im Preis mit inbegriffene AudioGuide wirklich sehr gut war. Man hätte dort durchaus einen ganzen Tag verbringen können. Aber irgendwie waren wir doch alle sehr kaputt und haben die letzten Räume der Burg ziemlich schnell abgehackt, haben uns nicht in die Schlange für das berüchtigte Puppenhaus angestellt und haben auch nicht den Rundgang durch die königlichen Gärten mitgenommen. Also einen Trip für jeden der nach England kommt aufjedenfall wert! Abends dann noch unendlich lange am Bahnhof Euston noch festgelabert und auch erst um halb zwei Zuhause gewesen.

Wie gesagt die Woche verging dann mal wieder wie im Flug. Der Kickerstand am Freitag besagte letztendlich ein ausgeglichenes 2:2 und so konnte das Wochenende wieder starten. Direkt nach der Arbeit in den Zug gesetzt und ins Hinterwäldlerland Milton Keynes gefahren. Dort wohnen die meisten der UK Studenten verteilt bei Gastfamilien oder in Miethäusern, welche in der Woche billiger sind als mein Zimmerchen hier.
Dort wollten wir also den Geburtstag eines Kommolitonen feiern. Ich als einziger aus St Albans bin zwar in den richtigen Bus gestiegen aber natürlich um ca. 2 Meilen zu weit gefahren, bzw. hielt der Busfahrer nicht an der richtigen Stelle. Ich stand also mitten im Nirgendwo, das gute Nokia Phone der Arbeit hatte auch seinen Geist mal wieder aufgegeben, da der Akku geschätzte 2 Stunden hält. Dank der sehr hilfsbereiten Einheimischen und einem guten 3KM Marsch mit Gepäck habe ich dann doch noch zum Isaacon Drive gefunden. Dort dann ein wenig zelebriert und danach mit Taxi ins hochgespriesene Oceana gefahren. Fazit: guter, spaßiger und vorallem ziemlich billiger Abend. Am Samstag stand weniger auf dem Programm, da schon fest stand, dass am Sonntag die nächste Reise nach Birmingham auf dem Plan stand, die zweitgrößste Stadt Englands und wir somit früh raus mussten.

Angekommen auf direktem Weg zum Touristenzentrum und dann erstmal eine kleine Sightseeing-Runde abgelaufen. Zwischendurch nen Snack inner Austrialian Bar zu sich genommen und dann musste noch das Shoppingverlangen der Mädels gestillt werden, da es natürlich auch hier einen Primark gibt. Also rund um den “Hauptbahnhof” Birmingham New Street gibt es 2-3 unabhängige Einkaufszentren, die ineinanderübergehen. Eines davon direkt per Rolltreppe über den Bahnhof erreichbar. Wir waren nicht in jedem drin, aber allein dort wo wir waren gab es 5mal H&M auf in einem Umkreis von nicht einmal 2 Kilometern. Zum Shoppen ist Birmingham also der Bringer schlechthin.

In der Innenstadt hat man dann auch zum ersten Mal die Auswirkungen der ‘Riots’ hier in den vergangenen zwei Wochen gespürt. Natürlich bemerkt man den erhöhten Polizeiaufmarsch, in London alleine in der letzten Woche 16.000 Polizisten, aber richtig was mitbekommen hat meines Wissens noch niemand von uns. Nunja aufjedenfall waren dort mehrere Fenster mit Holzbrettern abgedeckt und einige Schaufenster total zerschlagen. Ansonsten natürlich nur der übliche Polizeiaufmarsch aber sonst alles ganz normal. Der Alltag ist in UK denke ich wieder eingekehrt und viel mehr wird wahrscheinlich nicht passieren, schließlich wurden schon an die 1.600 Leute verhaften. Die Gerichte schieben überstunden und verklagen die Leute im Schnelldurchlauf, sowas gabs in England anscheinend noch nie. Es werden auch wohl Jugendliche und Kinder(Alter 11-13) Jahre verurteilt, weil Sie bei Raubzügen dabeiwaren oder Mülltonnen angezündet haben und son Zeug. Das steht halt hier immer in der Metro News Zeitung, dies quasi überall gibt. Wo sich die Verteiler noch bedanken, dass man denen eine abnimmt. Aber so sind die Engländer nunmal, trinken wie Verrückte, Bedanken sich bei DIR wenn sie dir helfen konnten und lassen ihre elfjährigen Kinder bei Straßenraubzügen mitmachen. (Das kann man natürlich nicht verallgemeinern) :)

Birmingham Fotos folgen…

Raketenalarm & Hausparty

Gestern war spannend:

Tagsüber erfuhren wir von einer Kollegin auf der Arbeit, dass abends für 30 Scheckel eine “Hausparty” hier in Beer Sheva starten sollte. Sie hat uns natürlich (wie sollte es anders in der web2.0-Generation sein) direkt einen Facebook-Link zu diesem “Public-Event” geschickt. :D

Aus der Beschreibung:

After hosting the craziest parties during the year, Crazy N crew and Golomb 52 are proud to invite you to the last party before the bulldozers ruin the house.
So if you’re in Be’er Sheva and looking for a party, that’s the place to be!!

Monday, 20:00 – Golomb 52.

Please come early – 30 NIS – The bar is open and completely FREE!!!

Boar geil!

Also nach der Arbeit fix frisch gemacht und dann da hin gelaufen.
Das läuft echt genau (!) so ab wie auf einer Sennlichparty. Zahlen, Stempel und dann an der Bar anstehen :P
War ne sehr anständig Sause und der DJ hatte es defintiv drauf.

Gegen 23 Uhr war allerdings Feierabend, da die (selbstverständlich) keine Ausschankgenehmigung hatten und es ohne nach 11 Uhr verboten ist. Echt schade man…

Also alle Leute raus auf den Gehweg, Straße etc. und nach etwa 10 Minuten ging der Raketenalarm los.

Wir drei: “WTF???”

Man hat vom Raketenalarm bis zum Einschlag ziemlich genau 60 Sekunden Zeit um Schutz zu suchen.

Mein Gedankengang: “Oh… Shit… Öhm… Wohin genau?”

Da fakeln die Israelis dann nicht lange^^
Ein Typ schrie uns direkt an “COME! COME!!! THE F***ING GAZA-GUYS!”.
Und wir rennen mit ihm ein Stück und verstecken uns zwischen zwei Autos.
Kurze Zeit später konnte man den Einschlag der Raketen hören und die Gefahr war gebannt.

Danach sind wir noch zu den protestierenden Studenten und der Alltag ging weiter.

Brunnen^^

Es ist schon irgendwie ein komisches Gefühl gewesen.
Heute meinte eine Frau zu uns:
“Ich habe jedes Mal alles geregelt, wenn ich nach Israel fliege.
Wir dürfen nicht vergessen, wo wir hier eigentlich sind.”

Seit vier Wochen bin ich nun hier und einen Raketenalarm gab es dank dem Raketenabwehrsystem Iron Dome bisher noch nicht.
Und ich denke immer noch, dass es in Israel nicht gefährlicher ist als wo anders.

Don´t worry – Be happy :)