Dive in Eilat

So… Endlich ist es so weit.
Mein Tauchbuddy David aus den Staaten hat mir einige Fotos unserer sechs gemeinsamen Tauchgänge geschickt :)

Wie bereits berichtet wurde, waren wir vorletztes Wochenende für einige Tage in Eilat. Dort stand bei mir an aller erster Stelle eine Sache: TAUCHEN!

Im Alter von unschuldigen 13 Jahren machte ich in Ägypten (genauer gesagt bei Werner) meinen OWD. Da dieser allerdings eine offizielle Tiefenbegrenzung von 18 Metern hat (und ich nach 8 Jahren anfangs überhaupt keine Ahnung hatte) entschied ich mich für eine Tauchschule.
Wie das heute so läuft gibt man bei einem großen Suchmachinenbetreiber “Diving Eilat” ein, vergleicht ein bisschen die Angebote und sucht nach Erfahrungsberichten. Am besten schnitt am Ende Shulamit’s Tauchschule (auch wenn sie nicht die schönste Homepage hat :P ) ab und nach ein paar Mails war der AOWD (und später noch die Nitrox-Zertifizierung) gebucht und es konnte los gehen. :)

Zwei Punkte:

  • Tauchplätze/Wasserqualität

  • Man hört oft “Diving in Eilat sucks!” und da muss ich leider bedingt zustimmen.
    Die Spots sind nicht so schön wie bei meinen ersten Gehversuchen in Ägypten.
    Allerdings ließ sich das auch praktisch nicht mehr toppen.
    Dafür wurde mir hier die Titanic (folgendes Foto :P ) geboten und mein erster Nachttauchgang war atemberaubend.

  • Tauchschule

  • Die Bewertungen über die Tauchschule im Internet haben mich defintiv nicht enttäuscht. Sowohl Schulamit selber, als auch ihr Freelancer-Tauchlehrer David Tsvaygenbaum (cooler Nachname für einen Israeli^^) sind sackstark in ihrem Bereich! Die Spots wurden gut gewählt mit viel Abwechslung drin und vor allem hat es Bock gemacht mit David zu tauchen. Empfehlenswert!

    Zu guter letzt: Am Sonntag geht es nach 2 1/2 Monaten zurück nach Deutschland.
    Ergo war das hier quasi der letzte Bericht über einen Trip – Hauta rinne ;)

    Eilat

    Am Mittwochabend ging es für einige Tage nach Eilat.
    Da das Reiseverbot für öffentliche Verkehrsmittel nicht aufgehoben wurde, nahmen wir uns mal wieder den sportlichsten Sportwagen der ortsansässigen Autovermietung.
    In diesem Fall ein Hyundai Getz – Wahnsinns Gerät 8-)

    Ich habe es tatsächlich geschafft nicht ein einziges kleines Bild IN Eilat zu machen.

    Grund? Ich war tauchen!
    Es gibt auch kuhle Unterwasserfotos, aber der Amerikaner (mit dem ich unten war) kommt mit dem verschicken nicht in die Pötte. Kommt dann irgendwann die Tage…

    Also, was gibt es zu Eilat zu sagen…
    Eilat oder Elat (da sind sich die Straßen-Schilder-Aufstellbehörden nicht einig) liegt ganz im Süden Israels am Roten Meer. Jordanien und Ägypten sind beide nur einen Katzensprung weit entfernt und es werden Tagestripps angeboten. Zum Beispiel nach Petra, was laut unserer Hostel-Mitbewohner ziemlich beeindruckend sein soll. Ich war nicht da aus zwei Gründen: Es ist immer noch eine “Dienstreise in Israel” und der Eintritt in die Stadt kostet rund 50€+Ausreisegebühren+Taxi++++.

    Dafür waren wir unter anderem in Timna wo es massenweise Steine zu sehen gab:

    Und wo wir gerade bei Steinen sind:
    Das Corinne-Hostel würde ich jetzt nicht unbedingt uneingeschränkt weiter empfehlen… Wer das hier Matratze nennt gehört eingesperrt. Da tut dir alles weh.

    Unterm Strich:
    Eilat ist ein typischer Touristenort.
    Alles ist teuer und am Strand gibt es massenweise Stände wo man Pröddel kaufen kann. Das rote Meer ist etwas kälter als das Mittelmeer, was sehr angenehm ist.
    Man hat viele Strandbars wo man abends bei Chill-Musik entspannen kann.

    Unterm Strich lohnt es sich definitiv, dorthin einen Abstecher zu machen =)

    Weniger als zwei Wochen sind noch übrig, bis es zurück nach Germanit geht.
    Eins steht jetzt schon fest: Israel ist viel besser als man dort glaubt ;)

    “Vancouver is open-minded… which means it’s a little…”

    Dear Diarrhea, da ein 2,5-monatiges Auslandspraktikum nicht schon Erholung genug ist, wurde es so langsam Zeit für einen Wochenendtrip nach Vancouver, BC. Schön am Meer gelegen (oder einer Meeresstraße, abgegrenzt durch Vancouver Island) kann man sein Leben bei guter Meerluft ganz entspannt genießen. Das Wetter spielt natürlich wie die ganze Zeit schon in Calgary bestens mit und macht das Gesamtpaket komplett. Ein paar Sachen wurden auch schon erkundet, viele deutsche Touristen gesichtet un ein paar Bilder geschossen. Deswegen will ich auch nicht weiter um den heißen Brei herumreden…

    What’s cracking, Honkey!?

    Dear Diarrhea, langsam merkt man schon wie es bald dem Ende zugehen wird. Aber es wird erstmal nicht getrauert, sondern ein paar Sachen auf der Liste abgehackt. Letztes Wochenende waren deshalb wieder die Rockies im Programm und so ging es nach Banff und Lake Louise. Am Samstag ging es recht zeitig los zur Autovermietung und dann direkt über den Trans-Canada-Highway ins Herz der Rockies und zur SameSun Backpacker Lodge. Da wir aber erst gegen halb 3 einchecken konnten ging es dann noch kurz durch die mit Touristen überrannte ‘Innenstadt’ von Banff und am Bow River entlang bis zurück nach Calgary. Für Sonntag stand auch schon Lake Louise auf dem Plan, wo wir eine schöne Wanderstrecke von 15 km absolviert haben und dabei einiges gesehen haben, wie den Mirror Lake, den Little Beehive, Lake Agnes mit Tea House, den Big Beehive und zu guter letzt den Plain Of Six Glaciers, wo wir auch gleich gesehen haben wie sich etwas Eis vom Lower Victoria Glacier mit einem lauten Knall gelöst hat. Auf dem Rückweg nach Banff haben wir auch noch kurz am Lake Moraine angehalten, welcher auch ein sehr schönes Panorama bietet.

    Da Wandern so viel Spaß macht ging es am nächsten Morgen auch gleich los zum Sulphur Mountain und unter der Banff Gondola auf einem 5,5 km langen Trail 700 m in die Höhe. Oben angekommen konnte man gut über Banff blicken und Lake Minnewanka sehen. Die Zeit verging dadurch auch ziemlich schnell und es ging am Dienstag auch schon wieder zurück nach Calgary, wo wir den Edmonton Guys ein bissl eine richtige Stadt zeigen mussten, die auch was zu bieten hat. Nachdem wir auch einen kurzen Abstecher ins Büro von TRLabs Calgary genommen haben, ging es dann für die völlig überwältigten Edmonton Guys wieder zurück, mit dem Gedanken an eine schlecht riechende Industriestadt und eine langweilige Fahrt durch das Nichts. Nur gut, dass sie dabei auch gleich noch das Rockies-Panorama hinter sich gelassen haben, was man hier jeden Morgen gut sehen kann…

    “Man schreibt nicht so ausführlich, wenn man den Abschied gibt.”

    … wusste schon Heinrich Heine im Jahr, ehm, eh, keine Ahnung! Aber auf jeden Fall ziemlich weit in der Vergangenheit. Demzufolge versuche ich mich mal kurz zu halten.

    Mein Projekt, das leider nicht so ganz in meinen Studienbereich passte, habe ich abgeschlossen aber bisher noch keine Rückmeldung erhalten. Sollte wohl ein gutes Zeichen sein. :D
    Am Sonntag ging es zum Abschluss nochmal in den Johannesburg Central Business District. Die Ankündigung

    “This is nothing for Sissies!”

    ließ schonmal böses vermuten. Im Endeffekt war es aber nur ein international angehauchter Künstlermarkt. Also

    “Definitely something for Sissies!”

    Dennoch ganz interessant. Das Essen war sehr gut dort und es gab sogar Grolsch!
    Danach ging es nochmal zum Rooftop Market in Rosebank. Ein traditioneller afrikanischer Markt, auf dem man viele Sachen findet, die man halt so mit Afrika verbindet. Falls ihr mal in Joburg sein solltet, kann ich nur sagen, dass dieser Markt einen Besuch verdient hat. Da wird so ziemlich jeder fündig.
    Dann ging es auch schon Richtung Gautrain Station in Sandton und zum Flughafen. Dort sollte dann noch ein kleiner Abschied stattfinden. Wie die Südafrikaner halt so sind, waren die auch erstmal 40min zu spät. Sodass es für uns nochmal richtig eng wurde. Die Monsterschlange an der Passkontrolle machte das ganze nicht besser. Es hat dann aber doch noch geklappt – ganz nach dem Motto “Anders wär ja langweilig!”.

    Das war’s dann auch schon von mir, denn mittlerweile bin ich wieder in Darmstadt angekommen. Die fünf Wochen sind wie erwartet sehr schnell rumgegangen. Auch wenn es mit der Arbeit nicht immer so reibungslos geklappt hat, hatte ich eine überragende und eindrucksvolle Zeit in Südafrika. Ein sehr vielseitiges Land, in dem ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen bin! An dieser Stelle nochmal vielen Dank an den magenta Riesen, der das ganze möglich gemacht hat! :)
    Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen was von dem Land und der Kultur vermitteln und ihr konntet die eine oder andere langweilige Minute totschlagen.

    In diesem Sinne – man sieht sich!

    Die andere Seite Südafrikas

    Vielleicht erinnert sich noch jemand an mein Versprechen, das ich zu Beginn meiner Blog-Aktivität gegeben habe. Für alle die sich nicht erinnern können: ich habe versprochen etwas über die Armut in Südafrika zu berichten. Das möchte ich mit diesem Artikel gerne tun. Ich denke es ist wichtig, dass ihr auch mal seht, wie dieses Land neben den ganzen schönen Plätzen, Landschaften und Nationalparks aussieht, denn es gehört leider einfach dazu.
    Wenn jemand die Worte Südafrika und Armut nennt, dann kommt mir vor allem das Wort Township in den Sinn. Aber was ist eigentlich ein Township? Nach meinem Verständnis ist ein Township eine von Armut geprägte Wohngegend, in der vor allem die „unteren“ Bevölkerungsschichten leben. Die Menschen, die in Townships wohnen sind so gut wie ausschließlich schwarz. Aber woran liegt das eigentlich? Die Antwort ist einfach: Apartheid. Die weiße zugewanderte Bevölkerung, größtenteils aus Holland (die Buren) und England, hat die Ureinwohner Südafrikas schlicht und einfach vertrieben. Die Schwarzen und Farbigen wurden in eigene Siedlungen gesteckt – die Townships. Die beiden wohl bekanntesten Townships in Johannesburg sind Alexandra und Soweto, wobei Alexandra wohl das ärmste in der ganzen Stadt sind. Das Leben in einem Township ist für die Ärmeren einfacher, da sie oftmals Erlässe bei Strom und Wasser bekommen. Weiterhin ist die Kultur und das Miteinander in einem Township etwas sehr spezielles. Man versucht eben das beste aus der Armut zu machen. Die Häuser und Wohnungen sind sehr einfach eingerichtet und haben oftmals nichtmal fließend Wasser. Die nochmal weitaus schlimmere Variante von Häusersiedlungen sind Siedlungen bestehend aus so genannten Shacks. Shacks werden aus allem gebaut, was man so finden kann. Oftmals sind es einfache Wellblechhütten, die so errichtet wurden, dass sie gerade mal sich selbst halten können.


    Ein aus meiner Sicht absolut menschenunwürdiger Platz zum Leben. Und das ist was mich unfassbar sauer macht: in Johannesburg und Kapstadt gibt es so viele Unternehmen und stinkreiche Privatleute, die Steuern und sonstige Abgaben produzieren. Wie weit unter der Erde oder wie groß müssen die Scheuklappen eines Staats sein, dass er dort nichts unternimmt?
    Nein, man unterstützt lieber die Security-Lobby, macht die Bildung für einen Großteil unbezahlbar, produziert keinen neuen Arbeitsplätze, macht die Reichen noch reicher und nimmt den Armen noch mehr.
    Dieses Land hat soviel Potential, nur so wird man es niemals ausschöpfen können.

    Cape Town is Lekker!

    In der letzten Woche ging es für mich nach Kapstadt. Die Erwartungen waren groß, da mir jeder geschworen hat, wie schön diese Stadt doch ist. Am Sonntag gegen 16 Uhr ging es dann auch schon mit der Fahrt im Gautrain los. Etwas noch die Dagewesenes für die Südafrikaner – ein Zug der nach Plan fährt und sogar pünktlich ist. An dieser Stelle lassen wir das exorbitant große Streckennetz einmal ausser Acht.


    In jedem Fall lassen sich die Betrieber das ganze gut bezahlen. Die rund 20 minütige Fahrt zum Flughafen hat mich ganze 12 EUR gekostet. Es gab zwar eine Goldcard, aber die ist auch mehr Schein als Sein. In den Bahnhöfen darf weder gegessen noch getrunken werden. Alles in allem also durchaus verbesserungswürdig!
    Nach zwei Stunden Flug mit British Airways waren wir dann auch schon da. Fluchs im Hotel eingecheckt und erstmal pennen, war ja auch schon spät… ;) Am nächsten Tag stand dann erstmal arbeiten auf dem Plan. Am Abend wurde uns eine Fahrt zur Waterfront, dem Hafenviertel von Kapstadt. Eigentlich ein ganz nettes Fleckchen aber halt ziemlich auf Touris ausgelegt. Es gab aber ein Paulaner Brauhaus. Das wurde direkt erstmal mit einem Weizen gefeiert.

    Der Abend endete mit einem Abendessen beim Italiener um die Ecke.
    Die Zeit bis Donnerstag verdient keine besondere Nennung: Arbeiten war angesagt. Freitag hatten wir dann aber frei und sind zu Robben Island gefahren. Einer Gefängnisinsel auf der unter anderem Nelson Mandela inhaftiert war. War ganz interessant, vor allem die Überfährt mit der Fähre. :D

    Das Wetter war anfangs leider nicht der Hit, verbesserte sich aber glücklicherweise im Laufe des Tages. Gegen Abend habe ich dann endlich Kegan aka Piggy wiedergetroffen. Wir verbrachten den Abend mit ein paar Freunden von ihm in einer nahegelegenen Bar.
    Für Samstag haben wir eine guided Tour runter zum Kap der guten Hoffnung gebucht. Eigentlich war auch die Fahrt mit dem Cablecar hoch zum Tafelberg geplant. Die konnte aber leider aufgrund von starkem Wind nicht stattfinden. :( Dennoch war die Tour von Kapstadt aus durch Simons’ Town zum Cape Point einfach unfassbar. Kapstadt und das Umland haben echt viel zu bieten – Stadtleben, Berge, Strand und Meer – und gilt nicht umsonst als eine der zehn schönsten Städte weltweit. Am Meer hat sich sogar ein Wal gezeigt. Man hat nicht viel gesehen, aber immerhin etwas.

    Die Tour endete beim Weingut Steenberg mit einer Weinprobe als Entschädigung für den Tafelberg. So lässt sich es aushalten. ;)

    Am Abend hatten wir ein Braai mit Kegan and Friends. Diesemal allerdings indoor überm offenen Feuer. Keine gute Kombi. Die Bude war komplett verqualmt und wir haben unfassbar nach Rauch gestunken. Das haben die anderen dann nach gut einer Stunde auch bemerkt und das ganze nach Draußen verlagert. Nachdem die Bande es nach 4 Stunden endlich hinbekommen hat ne ordentliche Glut zu erzeugen, könnten wir um 12 Uhr nachts auch schon anfangen zu essen. Die Zeit bis dahin haben wir uns Bierchen und Dissen vertrieben. Leider war dieser Abend viel zu schnell zu Ende, da wir zurück ins Hotel mussten, um unsere Sachen zu packen. Für ein letztes Gruppenfoto hat es dann aber doch noch gereicht. Der Platz für die Kamera war allerdings nicht gerade vertrauenserweckend.

    Am anderen Morgen haben wir uns dann nochmal zum Frühstück getroffen. Piggy and Friends haben die Nacht – wie es sich gehört – durchgemacht. Das Frühstück begann standesgemäß mit….

    Was auch sonst?! Das schmeckte sogar schon wieder richtig gut.
    Zurück am Hotel hieß es dann leider auch schon wieder Abschied nehmen. Aber wie Piggy halt so ist, hat er die passenden Worte am Ende gefunden.

    We had just a little time together but we made the best out of it. We guys will never forget this weekend!