So dann will euch auch mal von meinen ersten Eindrücken und Erfahrungen berichten
Der Flug
Die Reise ging am Samstag Morgen um 07:00 Uhr los mit dem Auto von Darmstadt zum Flughafen Frankfurt am Main (An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an meine Eltern, die mich und Robert zum Flughafen gefahren haben). Mein größtes Problem zu diesem Zeitpunkt war allerdings das ich erst 2h geschlafen hatte und ich immer noch diesen tollen Bier Nachgeschmack im Mund hatte.
Am Flughafen ging dann eigentlich alles recht zügig (Koffer abgeben, zur Passkontrolle und dann durch die Sicherheitskontrolle). Ich hatte gehofft auf dem 9h Flug von FFM nach Calgary ein wenig Schlaf nachzuholen, leider war dem nicht so… es war relativ laut im Flugzeug und die Filme im Entertainment Programm von der Lufthansa waren zu gut^^ Abgesehen davon gab es die ganze Zeit was zu trinken oder zu essen
Kurz vor der Landung in Calgary ein erster Eindruck aus dem Flugzeug:

In Calgary hatte ich genau eine Stunde Zeit um meinen Anschlussflug nach Edmonton zu bekommen, dass diese Zeit nicht reichen wird, habe ich mir vorher schon gedacht-.- Der Weg aus dem Flugzeug zur Passkontrolle schien erstmal keine Ende zunehmen, dort angekommen hatten natürlich von acht Schaltern nur zwei geöffnet für ca. 200 Leute die in der Wartehalle davor standen-.- Wir brauchten fast eine halbe Stunde bis wir durch die Passkontrolle waren. Danach dann zum “Immigration Office” was auch wieder 20 Minuten gedauert hat. Nachdem ich mein Visum endlich in der Tasche hatte, bin ich zum Gepäckband geflitzt und hatte innerhalb von zwei Minuten alle drei Koffer
Dann bin ich durch die Zollkontrolle (was auch schnell ging) und hatte noch 20 Minuten Zeit um meinen Flieger zu bekommen. Allerdings musste ich meine Koffer erst wieder am CheckIn aufgeben, auch hier hatte ich Glück -> keine Schlange ich war direkt drann, und die nette Dame meinte zu mir “Sie müssen zum Gate 1 rennen, um den Flug noch zu bekommen”, (Das Gate 1 lag natürlich am anderen Ende des Flughafens) ich bin also wie ein Irrer durch den Flughafen gerannt und stand dann wieder vor einer Schlange aus Menschen an der Sicherheitskontrolle zum Gate. Ich habe den Sicherheitsmenschen darauf hingewiesen das in 15 Minuten mein Flieger geht aber das schien ihn nicht wirklich zu interessieren, ich durfte mich trotzdem hinten anstellen. Als ich dann endlich unten total erschöpft vor dem nächsten Schalter stand (an dem nichts los war) fragte mich die nächste Dame: “Sind Sie Manuel Kamp?” Ich: “Ja” darauf Sie: “Sie haben Ihren Flieger eben verpasst, der nächste geht in einer Stunde” Ich dachte mir nur: “Wozu nun der ganze Stress?”.
Das einzige Problem was ich nun noch hatte, war das meine “Gastmutter” in Edmonton auf mich gewartet hat. Wie informiere ich Sie nun, ohne Geld für das tolle Münztelefon? Richtig! Als Informatiker sucht man sich das nächste offene WLAN (und es gab wirklich eins!) und schreibt eine E-Mail
Nachdem ich dann mit dem nächsten Flieger in Edmonton gelandet war musste ich allerdings von ihr erfahren, das die E-Mail nicht angekommen ist-.- Sie hat trotzdem gewartet und das war das Wichtigste!^^
Der ersten 1 1/2 Tag in Kanada
Die Fahrt vom Flughafen zum Haus meiner Gastfamilie (mit ein paar Umwegen) ging dann relativ schnell und ich bekam erstmal eine Hausführung.

Das Haus hat meine Gastfamilie vor mehr als 10 Jahren gekauft und seitdem ständig daran gebaut. Es ist noch nicht alles fertig aber die meisten Sachen sind erledigt (Keine Angst, ich lebe nicht auf einer Baustelle). Meine “Gasteltern” sind sehr nett und kümmern sich sehr gut um uns
Der Tag ging dann auch schnell zu Ende da ich einfach für den Tag erledigt war. Am Sonntag war ich dann mit den anderen vier Studenten aus Deutschland in der Stadt bei einem Festival, wo es Menschen gab, die wirklich verrückte Dinge gemacht haben (zum Beispiel sich einen Luftballon in die Speiseröhre zuschieben).
Der erste Arbeitstag
Heute war dann mein erster Arbeitstag bei TR-Labs, nachdem ich dort alle Mitarbeiter vorgestellt bekommen habe (die auch alle sehr nett zu sein scheinen) und ich mit allen Sicherheitshinweisen vertraut gemacht wurde, kam ich an meinen Schreibtisch und musste erstmal staunen: Ein fertig eingerichteter Arbeitsplatz mit Telefon, Notebook + externen Monitor, Schreibunterlagen, Sicherheitsausweisen und KeyCards. Das Notebook war sogar schon hochgefahren und alles funktionierte auf Anhieb (Internet, Mail, etc.)! Es soll Firmen in Deutschland geben, die benötigen für die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes ca. 3 Wochen…
Sehr erfreut war ich über mein goldenes Namensschild:
Was werde ich die nächsten Wochen dort machen?
Ich darf/muss einen “alten” Postfix Mailserver auf einen neuen Server migrieren mit allem was dazu gehört: Webinterface, Spam-Filter, Virenscanner und eigener Firewall.
Auf dem Rückweg von der Arbeit nach Hause ist mir noch folgendes aufgefallen:

Es scheint hier in Kanada keinen TÜV zu geben… hier fährt mehr Rost auf der Strasse als alles andere!
So das wars erstmal von mir! Ihr werdet die Tage wieder von mir hören