Die erste Woche in Kanada ist nun rum und da ihr lange nichts mehr von mir gehört habt, berichte ich euch jetzt
Ich hatte wenig Zeit in der letzten Woche, weil wir fast jeden Abend nach
der Arbeit noch irgendwo unterwegs waren und ich dann spät Abends keine Lust mehr hatte noch etwas zu schreiben.
Ich greife einfach mal die wichtigsten Punkte der Woche heraus:
Am Dienstag waren wir im “Billiard Club” mit allen anderen Studenten ein
paar Runden Billard spielen. Außerdem hatte ich hier die Gelegenheit mein
“erstes” kanadisches Bier zu trinken! Ich muss euch aber sagen, dass das
Bier in Deutschland immer noch das Beste ist.
Das Bier hier schmeckt ziemlich süß, und kommt mir eher wie Light-Bier vor.
Dafür sind die Burger hier echt gut!
Am Donnerstag waren wir dann im IMAX, den letzten Teil von Harry Potter (Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 2″ in 3D schauen. Ich fand den Film wirklich gut und kann es jedem nur empfehlen. Was ich euch AUF GAR KEINEN FALL empfehle ist das Popcorn hier in den Kinos… das wird nämlich hier nicht mit Zucker gemacht wie in Deutschland, sondern mit Salz und das schmeckt sowas von sch****.
Nebenbei: Es hat fast die ganze Woche geregnet und das Wetter ist einfach
unberechenbar! Der Himmel ist blau und die Sonne strahlt und dann ZACK(!) der
Himmel wird innerhalb von 5 Minuten dunkel, und es regnet wie aus Eimern. -.-
Irgendwann morgens auf dem Weg zur Arbeit:
Weekend!
Am Samstag waren wir in der West Edmonton Wall, welches das größte Einkaufszentrum in Nordamerika und das fünft größte auf der ganzen Welt ist.
Es hat eine Fläche von 570.000m² mit ca. 800 Geschäften und dort kann man einfach ALLES kaufen!
Neben den unzähligen Geschäften und Fressbuden gibt es noch eine Eishalle, einen Freizeitpark, einen Minigolfplatz und einen Waterpark.
Der Waterpark war an diesem Tag unser Ziel (Er ist natürlich auch der größte Indoor-Waterpark auf der Welt
)
Neben einem großen Wellenbecken sind da noch zahlreiche Whirlpools und 12 Rutschen.
Leute ich sage euch eins: Da werden Kindheitsträume war!
Ich habe natürlich alle Rutschen getestet
Es werden zur Zeit sogar noch drei neue Rutschen (die eine davon sogar mit Looping) gebaut, die oben eine Falltür als Einstieg haben. Leider waren diese noch nicht fertig
Der ganze Spaß hat natürlich mit 36,95$ Eintritt + 7$ für einen Spind auch seinen Preis. Aber es lohnt sich^^
Am Sonntag hatten wir dann endlich mal gutes Wetter, sodass wir bei schönen 26°C zum Capital EX gehen konnten. Das ist hier “DIE” Kirmes in Edmonton, an der man unbedingt teilnehmen muss als Bewohner der Stadt.
Da gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, weil jeder von euch weiß, was man auf einer Kirmes so macht… Man geht was essen, von einem Fahrgeschäft zum nächsten und stellt sich immer schön hinten in der Schlange an.-.-
Da die meisten Menschen auf dem Gelände einen Tagespass hatten (wir natürlich auch), mit dem man so oft in Fahrgeschäfte gehen kann wie man möchte, sind die Warteschlangen auch dementsprechend lang-.- Man stellt sich für 2-3 Minuten Spaß ungefähr eine HALBE STUNDE an!
Ich hatte dann nach 7h stehen keine Lust mehr überall anzustehen und bin
nach Hause gelaufen (diesmal war der Weg ja auch nicht so lang).
Als ich dann vor der Haustür stand fiel mir allerdings wieder ein, dass ich meinen Schlüssel (damit ich ihn nicht verliere) auf meinem Schreibtisch liegen gelassen habe.
Ich habe dann geklingelt und mit meinem Glück war natürlich niemand da, der
mir die Tür aufmachen konnte…
Ich dachte mir: “Hey Manuel, kein Problem, du hast den ganzen Tag nur gestanden du setzt dich jetzt einfach auf die Treppe vor der Haustür und chillst ne Runde.”
Woran ich in dem Moment nicht gedacht habe war, dass draußen vor der Haustür überall Mosquitos auf ihre Opfer warteten. Innerhalb von einer Minute hatte ich den ersten Stich.
Doch weil ich immer so gut vorbereitet bin, zog ich mein DEUTSCHES AUTAN SPRAY aus dem Rucksack und sprühte mich damit komplett ein (FAIL!).
Wie ich dann allerdings bitter feststellen musste, hat es den gleichen Effekt, als ob man ein Feuer mit Benzin löscht! In den folgenden 3 Minuten kamen 12 (JA ZWÖLF) weitere Stiche dazu und die Biester stechen sogar DURCH die Kleidung. Dann entschloss ich mich dazu die Flucht zu ergreifen und bin vorne an die Straße gelaufen (denn dort
waren keine Mosquitos).
Total zerstört lehnte ich mich an ein Stop-Schild und wartete insgesamt 40 Minuten auf meine Gasteltern, die dann irgendwann mit dem Auto vor mir standen.
Meine Gastmutter grinste mich an und fragte mich: “Oh Manuel, what are you doing here?”
Damit ich nicht gleich als Vollidiot da stand, weil ich keinen Schlüssel hatte, antwortete ich geschickt:
“I tried to sell my body, but nobody wants to buy me!”
Sie lachte und antwortete: “Okay, I think you musst go down the street there is a better location.” :-D
Somit ging die erste Woche in Kanada dann zu Ende…




















