Mitlerweile ist es ja schon relativ groß in den Nachrichten, dass in Tel Aviv die Post abgeht. Wir waren bis gestern für etwa 24 Stunden dort und haben uns das Ganze (unter anderem) mal angesehen.
Trinkgeld
Doch starten wir erst einmal mit etwas anderem
In Israel ist es normal (bzw. es gehört sich) ungefähr 10% Trinkgeld zu geben.
Was für deutsche Kellner das Paradies vor dem Herren wäre, ist dort absolut üblich.
Normalerweise läuft es so, dass man erst das Wechselgeld bekommt und dann ungefähr 10% liegen lässt. Dort wo wir waren, wird die ganze Sache etwas dreister an gegangen:
Da wird einfach 12% drauf geschlagen und ein neuer Preis hin geschrieben 
Man sieht auch relativ häufig, dass auf der Rechnung pro Person 4-5 Scheckel auftauchen mit der Beschriftung “SECURITY”
Proteste
Nun zu den Protesten:
Vorab ist noch zu erwähnen, dass wir auch in anderen Städten campende Studenten gesehen haben. Hier in Beer Sheva stehen die Zelte und Plakate schon seit mehr als drei Wochen an einer Hauptstraße. Am Tag laufen ein paar von ihnen auf dem Gehweg rum und halten Schilder hoch auf denen “If you support us, HONK!” steht.
Die machen auch schon anständig Krawall, aber in Tel Aviv haben die Proteste ganz andere Dimensionen. Der komplette Rothschild Boulevard (etwa 1,6km lang) ist voller Zelte und Menschen.
Wenn man durch die Zeltlandschaften geht, sieht man Menschen die gemütlich plaudern und trinken.
An einer von vielen Leinwänden läuft ein Film über die
Black Panther Bewegung im Jahr 1971.
Schlechte Inszenierung kann man ihnen also nicht vorwerfen.
An einem Brunnen versteht jemand unsere Unterhaltung und gesellt sich dazu.
Er ist Augenarzt und hat 7 Jahre in Deutschland gelebt.
Lange unterhalten wir uns über Israel, Amerika, Deutschland und andere Staaten.
Sprechen darüber, dass die Proteste durch eine Studentin anfingen die aus ihrer Wohnung geschmissen wurde. Sie zog dann, laut ihm, mit einem Zelt auf den Boulevard und suchte Anhänger bei Facebook. Ob es die Wahrheit ist lässt sich schlecht sagen.
Doch allein darum geht es schon lange nicht mehr.
“Die Ärzte protestieren für mehr Geld, die Mütter für mehr Kindergärten, die Studenten für günstigere Wohnungen… Und die Lesben für weniger Männer.” sagt er.
“Jeder will sein Ziel verfolgen, wenn schon einmal Stimmung ist.”
Nach etwa einer Stunde verabschieden wir uns und ziehen weiter durch die eine oder andere Bar.
Auch wenn es wirklich interessant ist… Genug Revolution und Politik für diesen Abend
Für mehr Informationen zu den Protesten kann ich folgenden Link empfehlen:
Netanjahu ernennt Expertenteam
Strand
Unseren Schlafplatz für diese Nacht haben wir “Open Air” gebucht.
Von 5:20 Uhr an durften wir für 20 Minuten auf einer Liege am Strand schlafen.
Um 5:40 Uhr wurden wir nämlich mit einem “good morning guys!” von einem Strandbar-Kerl geweckt. Er und seine Kollegen fingen an die 30 Millionen Liegen aufzubauen und wir holten uns Frühstück.
Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Liege, Meer, Dusche, Liege, Meer Dusche und wieder von vorne.
Abends dann den ersten Bus zurück nach Beer Sheva und Tel Aviv ist geschafft =)
Ich bin gespannt, wie sich das mit den Protesten hier weiter entwickelt.
Spätestens zum Semesterbeginn müsste es ruhiger werden…
Obwohl die Lesben natürlich weiter für weniger Männer protestieren könnten
In diesem Sinne: Hauta rinne!
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2 less^^
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mampfhmmampf
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Mexicana
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Alles verboten
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12% Trinkgeld mit auf der Rechnung
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Tel Aviv – Proteste
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Tel Aviv – Beach
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Good Night
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RAAAAWWWWRRRRR
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